Regeneration im Bodybuilding

Fragt man die üblichen Studio-Besucher, welche Punkte für optimalen Muskelaufbau beachtet werden müssen, wird in der Regel an erster Stelle das Training genannt. Wiederholungen, Gewichte und Übungen müssen stimmen. Ich möchte nun nicht darüber diskutieren, wie falsch die Vorstellungen bereits bezüglich richtigen Trainings sind…Vielleicht wird an zweiter Stelle bereits die Ernährung genannt. Die Bedeutung von Proteinen ist den meisten Sportler bekannt und einige wissen vielleicht auch, wie die Kalorienbilanz gestaltet werden sollte. Auch hier will ich nicht kritisieren, wie viele weitere Punkte noch in der Ernährung zu beachten sind. Mir geht es vielmehr darum, dass die dritte wichtige Säule im Bodybuilding allzu häufig vergessen wird oder nicht ausreichend Beachtung findet.

Die dritte Säule – Regeneration

Der Körper braucht nach dem Krafttraining genug Zeit, um sich zu regenerieren. Immerhin stellt das Training nicht nur eine Belastung für den Körper dar; das Training sorgt für Verletzungen in den Muskeln, die nun mal repariert werden müssen. Vereinfacht gesprochen funktioniert Muskelaufbau genau so, dass der Körper die Verletzungen nicht nur heilt, sondern als Vorsorge stärkere und leistungsfähigere Muskeln aufbaut. Die Regeneration ist ohne Zweifel ein wichtiger Bestandteil des Muskelaufbaus. Es gibt jedoch zwei wesentliche Probleme, die die meisten Sportler von einer angemessenen Regeneration abhalten.

Die falschen Vorbilder

Auf den Covern der Bodybuilding-Zeitschriften sind immer absolute Profis abgebildet, die mit Muskelbergen bepackt sind. Diese Cover-Models und alle Bodybuilder, die im Innenteil der Zeitschriften vorgestellt werden, trainieren nicht selten an sechs Tagen in der Woche. Auch wenn sie natürlich das Training splitten, ist die Regeneration bei den extremen Trainingsumfängen und Gewichten durchaus als gering einzuschätzen. Warum wachsen die Muskeln der Profis also trotz vermeintlich geringer Regeneration? Ich denke, die Antwort liegt auf der Hand. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Profi-Bodybuilder ihre Körper nicht „natural“ erreichen können. Es gibt Hilfsmittel, die die Regeneration beschleunigen und damit mehr Training in kürzerer Zeit ermöglichen, um den Körper an ein Maximum zu bringen, das natural unmöglich ist. Wenn nun der durchschnittliche Studio-Besucher, der hoffentlich keine Mittelchen zu sich nimmt, nach den Trainingsplänen der Profis trainiert, wird der Körper über kurz oder lang streiken.

Der Muskelkater

Das zweite große Problem, das die Regeneration behindert, ist das falsche Verständnis von Muskelkater. Muskelkater ist kein Zeichen für ein gelungenes Training. Muskelkater muss auch kein Hindernis für das nächste Training sein. Und ein fehlender Muskelkater bedeutet auch nicht, dass die Regeneration bereits abgeschlossen ist. Regeneration und Muskelkater können sich durchaus überschneiden, sollten aber nicht unmittelbar in Verbindung miteinander gebracht werden. Dies bedeutet im Klartext: Dass am nächsten Tag der Muskelkater fehlt, bedeutet nicht, dass die gleichen Muskeln trainiert werden sollten. Verschiedenen Faktoren beeinflussen die Regeneration. Je nach Alter, Fitness-Level oder Genetik sollten im Schnitt mindestens ein Tag Pause zwischen dem Training der gleichen Muskelgruppen eingehalten werden.

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