Vorteile von Krafttraining Teil 2: Wirkungen auf den Organismus

Teil 1 dieser Serie hat einen Überblick über die Zielsetzungen und Trainingsprinzipien im Krafttraining geliefert. Nun stehen die konkreten Wirkungen auf den Organismus im Vordergrund.

Erhöhung der Maximalkraft

Die Maximalkraft stellt die Basis für andere Kraftfähigkeiten dar. Ohne eine detaillierte Beschreibung der Vorgänge im menschlichen Körper ist dies auch durch folgende beispielhafte Überlegung nachvollziehbar: Ein Mann bewegt beim Kreuzheben 100 kg einmalig und 30 kg 25 mal. Wenn er nun ausschließlich an seiner Maximalkraft arbeitet und diese von 100 kg auf 130 kg erhöht, wird es sicherlich auch die 30 kg mehr als 25 mal bewegen können. Obwohl er nur seine Maximalkraft erhöht hat, hat gleichzeitig auch seine Kraftausdauer profitiert. Dies ist leider nicht immer zu 100 % anwendbar, gilt jedoch in einem Großteil der relevanten Fälle.
Das Training der Maximalkraft zielt in erster Linie auf eine Verbesserung der inter- sowie intramuskulären Koordination ab. Der Körper lernt, die verschiedenen Muskeln besser zusammen zu arbeiten und einen Muskel effektiver arbeiten zu lassen.

Dickenwachstum (Hypertrophie)

Durch ein entsprechendes Training kann das optische Wachstum der Muskeln in den Fokus gerückt werden. Dies geschieht in erster Linie durch ein Dickenwachstum (Hypertrophie) der Muskelfasern; in deutlich geringerem und umstrittenen Maß ist auch eine Zunahme (Hyperplasie) der Faseranzahl möglich. Hypertrophie ist der Effekt, der von Bodybuildern primär angestrebt wird. In Hinblick auf dieses Thema soll auf den „Exkurs: Grenzen des Bodybuildings“ verwiesen werden. Die Optik der professionellen Bodybuilder ist in der Regel völlig unerreichbar für gesunde Amateure.

Steigerung der Knochendichte

Es ist seit vielen Jahren kein Geheimnis mehr, dass regelmäßiges Krafttraining die Knochendichte erhöht. Die Belastungen durch das Training mit Gewichten bewirken, dass der Körper die Knochenstruktur anpasst. Gerade Frauen leiden in höherem Alter an Osteoporose, die durch ein rechtzeitiges Krafttraining verhindert oder zumindest gemindert werden kann.

Knorpel, Bänder und Sehnen

Die Gelenke im menschlichen Körper sind sehr leistungsfähig, müssen aber gepflegt werden. Gerade Bänder, Sehnen und Knorpel sind hinsichtlich des Stoffwechsels sehr langsam. Während sich ein Muskel verhältnismäßig schnell erholt, ist ein Knorpelschaden oftmals fatal. Umso wichtiger ist es, diese Bereiche des Körpers stark und widerstandsfähig zu halten. Ein Krafttraining eignet sich hierfür ideal. Gerade die empfindlichen Gelenke, wie etwa Knie- oder Schultergelenke, werden durch kräftige Muskeln, Sehnen und Bänder gestützt und geschützt. Nicht umsonst können Gewichtheber 250 kg und mehr bis Überkopf bewegen ohne sich zu verletzen.

Weiter geht es in Teil 3!

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