Training zu Hause Teil 1

In letzter Zeit ist ein deutlicher Trend zu erkennen. Scheinbar ist die Hochphase der Fitness-Discounter vorbei und viele Sportler suchen nach Alternativen. Dies haben auch clevere Geschäftsleute entdeckt und zahlreiche „Systeme“ ins Leben gerufen, die das Training zu Hause unterstützen sollen. In den meisten Fällen handelt es sich um Bodyweight-Programme, die den gleichen Fortschritt versprechen, wie ein Training im optimal ausgestatteten Studio. Kann dies funktionieren?

Vorteile von Heim-Training

Natürlich bietet das Training zu Hause diverse Vorteile. Es fehlt beispielsweise komplett der Anfahrtsweg zum Studio, der in der Rush-Hour sicherlich viele Sportler nervt. Auch ist man nicht den Blicken der anderen Sportler ausgesetzt und kann beispielsweise „oben ohne“ oder in alten Anziehsachen trainieren. Nicht zu unterschätzen ist sicherlich auch, dass die Geräte nicht geteilt werden müssen, wodurch keine Wartezeiten entstehen. Auch der unmittelbare Sprung in die Dusche und das Anziehen von bequemer Haus-Kleidung stehen auf der Pro-Seite.

Nachteile von Training daheim

Auf den Contra-Seite steht allerdings eindeutig der Trainingseffekt. Völlig ohne Fitness-Geräte ist das Training zu Hause ohne Zweifel nur ein mäßiger Ersatz für den Studio-Besuch. Ich weiß, dass die zahlreiche Programme aus Fernsehen, Zeitschriften und Internet andere Dinge behaupten. In diesen Medien posieren durchtrainierte Athleten und teilweise Promis, die behaupten, dass ein alleiniges Körpergewichtstraining ausreicht. Ich behaupte, dass diese Athleten und Promis ihre Körper nicht durch Bodyweight-Übungen erreicht haben, sondern allesamt an Geräten trainieren. Vor allem als Anfänger ist die Übungsauswahl sehr eingeschränkt. Wenn Klimmzüge, Liegestütze oder Dips wegfallen, dann können sicherlich leichtere Ersatzübungen ausgeführt werden, aber dieser Ersatz ist unzureichend. Wenn jemand keinen Klimmzug schafft, wird er nur sehr langsam ohne schweres Kreuzheben oder Ruderübungen auf den ersten Klimmzug hinarbeiten können. Hinzu kommt, dass Körpergewichtsübungen nur sehr schwer kontrolliert gesteigert werden können. Eine progressive Belastungssteigerung ist ein wichtiger Faktor für erfolgreiches Training. Nur durch eine Variation der Übungsposition und Steigerung der Wiederholungszahlen stößt man schnell an Grenzen der Progression. Mit der Übungsvielfalt durch Geräte und die Option zur Gewichtssteigerung ergeben sich deutlich mehr Möglichkeiten. Um es konkret zu verdeutlichen: Wie soll man beispielsweise den Schwierigkeitsgrad von Kniebeugen ohne zusätzliche Gewichte steigern, wenn man ohne Probleme bereits 20 Kniebeugen ausführen kann? Selbst, wenn man einen Rucksack mit 10 kg Gewicht auf die Schultern setzt – 10 kg Zusatzgewicht sind für die Beine ein Witz! Und es steht sicherlich außer Zweifel, dass die Kniebeuge eine essentielle Beinübung ist.

Weiter geht es in Teil 2!

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