Trainingszubehör Teil 2

In Teil 1 habe ich bereits Gewichthebergürtel, Dip-Gürtel, Handschuhe und Pulsmesser besprochen. Hier geht es weiter!

Zughilfen

Zughilfen sind im wesentlichen Leder- oder Kunststoffbänder, die um das Handgelenk und die Hantelstange gewickelt werden. Mit der richtigen Wickeltechnik sorgen sie dafür, dass die Handkraft weniger zum limitierenden Faktor wird. Sie kommen daher oftmals bei schweren Zug-Übungen zum Einsatz, also etwa dem Kreuzheben, dem Lat-Ziehen oder Rudern. Ich sehe den sinnvollen Einsatz von Zughilfen ähnlich wie bei Gewichthebergürteln: Wenn es um schwere Maximalkraftversuche oder ähnliche Belastungen geht, sind sie durchaus nützlich. Dauerhaft sollten sie aber nicht genutzt werden, weil sich die Handkraft dann nicht mehr optimal entwickeln kann.

Nackenpolster

Einen professionellen oder ambitionierten Kraftdreikämpfer darf man in keinem Fall nach seiner Meinung über Nackenpolster fragen. Diese sind in den Kreisen kräftiger Athleten absolut verstoßen. Die Polster werden über die Langhantel gestülpt und sollen das Kniebeugen mit hohen Gewichten angenehmer machen. Sie haben den gleichen Effekt wie das Umwickeln der Stange mit einem Handtuch. Beides ist nicht nötig und sollte sogar vermieden werden, wenn regelmäßig hohe Gewichte zum Einsatz kommen. Durch das Polster wird nämlich das Gefühl der Stange beim Aufliegen verfälscht und das Polster kann sogar ins Rollen kommen. Beide Folgen führen zu einem Kontrollverlust, der wiederum Verletzungen hervorrufen kann. Falls die Hantelstange im Bereich von Nacken, Schultern und Rücken Schmerzen verursacht, liegt dies meistens an einer schlechten Positionierung der Hantel. Bei guter Technik sind auch schwere Gewichte schmerzfrei zu beugen. Das Nackenpolster ist also tendenziell überflüssig.

Nackentrainer

Sehr selten ist ein Sportler im Fitnessstudio zu beobachten, der sich ein Konstrukt auf den Kopf setzt, das auf den ersten Blick nach einem S+M Spielzeug aussieht. An dieses Konstrukt können dann auch noch Gewichte befestigt werden. Der Sportler setzt sich in der Regel vorgebeugt auf eine Bank und bewegt den Nacken mehr oder weniger kontrolliert nach unten und wieder oben. Es trainiert mit einem speziellen Nackentrainer seine Nackenmuskulatur…Wer einen besonderen Fetisch für Nackenmuskeln besitzt, kann dies natürlich tun. Auch wer ein deutliches Defizit im Bereich der Nackenmuskeln vorweist, kann einen Nackentrainer nutzen. Für alle anderen Sportler genügen Kreuzheben und vielleicht gelegentliche Shrugs, um den Nacken ausreichend zu trainieren.

Fazit

Grundsätzlich ist es problemlos möglich, völlig frei von Equipment zu trainieren. Fortgeschrittene Athleten, die schwere Gewichte bewegen, können allerdings über Gewichthebergürtel und Dip-Gürtel nachdenken; eventuell können auch Zughilfen in das Repertoire aufgenommen werden. Handschuhe sind Geschmackssache. Nackenpolster, Pulsmesser und Nackentrainer hingegen stellen auf lange Sicht keinerlei Erleichterung oder Vorteil für das Training dar. Das Geld kann also lieber in hochwertige Lebensmittel investiert werden.

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