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Dein Masterplan: Makros für CrossTraining perfektionieren und Ziele pulverisieren

Octofit - Autor Profilbild B.Sc. Peter Schäfer

Peter Schäfer

Bachelor of Science

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Athleten beim CrossTraining fokussieren sich auf ihre Makros für optimale Leistung.

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Inhaltsverzeichnis

Du gibst im WOD alles, hebst schwerer und läufst schneller, aber die Ergebnisse auf der Waage oder im Spiegel stagnieren? Du fühlst dich oft ausgelaugt, anstatt stärker zu werden? Hier liegt das Problem meist nicht beim Training, sondern bei dem, was davor und danach passiert: deiner Ernährung. Die richtige Verteilung von Makronährstoffen – kurz Makros – ist der fehlende Schlüssel, um dein volles Potenzial im CrossTraining freizusetzen. Es ist der Unterschied zwischen hartem Training und intelligentem Training.

Dieser Guide ist dein direkter Wegweiser. Wir überspringen den Fluff und geben dir einen klaren Plan an die Hand, wie du deine Ernährung an die brutalen Anforderungen deines Sports anpasst. Lerne, wie du Protein, Kohlenhydrate und Fette strategisch einsetzt, um Muskeln aufzubauen, Fett zu verbrennen und deine Performance im nächsten Workout durch die Decke gehen zu lassen.

Auf einen Blick
  • Der Treibstoff für Leistung: Die richtige Makroverteilung ist für CrossTraining-Athleten kein Luxus, sondern die Grundlage für Energie, Kraftaufbau und schnelle Regeneration.
  • Keine Einheitsgröße: Deine optimalen Makros hängen von deinem Ziel (Muskelaufbau, Fettabbau, Performance), deinem Körpergewicht und deinem Aktivitätslevel ab.
  • Protein ist der Baustein: Eine hohe Proteinzufuhr ist unerlässlich, um Muskelschäden nach intensiven WODs zu reparieren und Muskelmasse aufzubauen.
  • Kohlenhydrate sind Energie: Sie sind die primäre Energiequelle für hochintensive Belastungen und das Auffüllen deiner Glykogenspeicher ist entscheidend für die Regeneration.
  • Fette steuern die Prozesse: Gesunde Fette sind wichtig für den Hormonhaushalt, die Aufnahme von Vitaminen und die allgemeine Gesundheit.

 

Was sind Makros und warum sind sie im CrossTraining so wichtig?

Unter Makronährstoffen, oder einfach Makros, versteht man die drei Hauptbestandteile unserer Nahrung, die dem Körper Energie liefern: Proteine (Eiweiß), Kohlenhydrate und Fette. Anders als Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien), die wir nur in kleinen Mengen benötigen, machen Makros den Großteil unserer Kalorienzufuhr aus. Für CrossTraining-Athleten ist das Verhältnis dieser drei Nährstoffe zueinander der entscheidende Hebel für den Erfolg.

CrossTraining ist kein reiner Kraftsport und auch kein reiner Ausdauersport. Es ist eine Mischung aus allem: explosive Kraft, Kraftausdauer, aerobe und anaerobe Belastungen. Diese Vielfalt stellt extreme Anforderungen an deinen Körper und deinen Energiestoffwechsel. Ein Marathonläufer hat ein anderes Anforderungsprofil als ein Powerlifter. Du als CrossTraining-Athlet musst beides können. Deine Ernährung muss diese hybride Anforderung widerspiegeln, sonst wirst du immer an einer unsichtbaren Wand anstoßen.

Infografik zeigt die Funktion von Makros im CrossTraining: Protein, Kohlenhydrate, Fett.

 

Die Rolle der drei Musketiere: Protein, Kohlenhydrate und Fette im Detail

Um deine Makros richtig zu steuern, musst du die spezifische Aufgabe jedes einzelnen Nährstoffs verstehen. Stell sie dir als dein persönliches Support-Team vor, das im Hintergrund arbeitet, um dich im Training an die Spitze zu bringen.

  • Protein (4 kcal pro Gramm): Das ist der Baustoff für deine Muskeln. Nach jedem harten Training entstehen winzige Risse in deinen Muskelfasern. Protein liefert die Aminosäuren, die notwendig sind, um diese Risse nicht nur zu reparieren, sondern die Muskulatur stärker wieder aufzubauen. Ohne ausreichend Protein findet keine Anpassung und kein Wachstum statt.
  • Kohlenhydrate (4 kcal pro Gramm): Das ist dein Hochoktan-Treibstoff. Dein Körper speichert Kohlenhydrate als Glykogen in Muskeln und Leber. Bei hochintensiven Belastungen wie einem Fran- oder Murph-Workout greift dein Körper blitzschnell auf diese Speicher zurück. Sind sie leer, bricht deine Leistung ein – die sprichwörtliche „Wand“.
  • Fett (9 kcal pro Gramm): Das ist der stille Organisator im Hintergrund. Gesunde Fette sind für die Produktion wichtiger Hormone wie Testosteron verantwortlich, die für den Muskelaufbau zentral sind. Zudem helfen sie bei der Aufnahme fettlöslicher Vitamine und wirken entzündungsregulierend, was deine Regeneration unterstützt.

 

Dein persönlicher Makro-Bedarf: So berechnest du die richtigen Werte

Vergiss pauschale Diätpläne aus Magazinen. Dein Körper ist einzigartig und deine Ziele sind es auch. Die optimale Makroverteilung für einen 70 kg schweren Athleten, der Fett verlieren will, sieht komplett anders aus als für einen 90 kg schweren Athleten, der auf Masseaufbau abzielt. Der erste Schritt ist daher immer die Berechnung deines individuellen Kalorienbedarfs.

 

Schritt 1: Berechne deinen Gesamtkalorienbedarf (TDEE)

Dein Gesamtkalorienbedarf (Total Daily Energy Expenditure, TDEE) ist die Summe aus deinem Grundumsatz (BMR – die Energie, die dein Körper in völliger Ruhe verbraucht) und deinem Leistungsumsatz (die Energie für alle Aktivitäten). Gerade bei CrossTraining ist der Leistungsumsatz enorm. Um deinen TDEE zu ermitteln, wird der BMR mit einem Aktivitätsfaktor (PAL) multipliziert. Für Athleten mit 4-6 intensiven WODs pro Woche liegt dieser Faktor oft zwischen 1,55 und 1,725. Du musst nicht selbst zum Taschenrechner greifen; diverse Online-Rechner können dir eine gute Schätzung für deinen exakten Kalorienverbrauch liefern. Wichtig ist, diesen Wert als Startpunkt zu sehen und ihn basierend auf deinen Ergebnissen anzupassen.

 

Schritt 2: Lege deine Protein-Zufuhr fest

Protein ist dein wichtigster Baustein und nicht verhandelbar. Es ist für die Reparatur der Muskelschäden verantwortlich, die bei jedem Workout entstehen. Eine unzureichende Proteinzufuhr sabotiert deine Regeneration und deinen Fortschritt. Für leistungsorientierte CrossTraining-Athleten empfiehlt die Wissenschaft eine tägliche Zufuhr von 1,6 bis 2,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Laut einer Meta-Analyse der International Society of Sports Nutrition maximiert dieser Bereich die muskelaufbauenden Prozesse.

*Beispiel:* Ein 85 kg schwerer Athlet sollte also zwischen 136 g (85 * 1,6) und 187 g (85 * 2,2) Protein pro Tag anpeilen. Das sind umgerechnet 544 bis 748 Kalorien allein aus Protein.

Infografik zur Berechnung der Makros für CrossTraining in drei einfachen Schritten.

 

Schritt 3: Verteile Fette und Kohlenhydrate je nach Ziel

Nachdem du deine Kalorien für Protein abgezogen hast, verteilst du den Rest auf Fette und Kohlenhydrate. Hier kommt dein persönliches Ziel ins Spiel.

  • Fette für die Basis: Fette sind essenziell für deinen Hormonhaushalt. Eine gute Richtlinie sind 0,8 bis 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei unserem 85-kg-Beispiel wären das 68 g bis 102 g Fett, also 612 bis 918 Kalorien. Halte dich an gesunde Fettquellen wie Avocados, Nüsse, Samen und hochwertige Öle.
  • Kohlenhydrate als Leistungsregler: Die verbleibenden Kalorien füllst du mit Kohlenhydraten auf. Sie sind deine primäre Energiequelle für die brutale Intensität der WODs. Je höher dein Trainingsvolumen und deine Intensität, desto mehr Kohlenhydrate benötigst du, um deine Glykogenspeicher voll zu halten. Ansätze wie eine strikte Low-Carb-Ernährung sind für die meisten performance-orientierten CrossTraining-Athleten selten die beste Wahl.

Dieser flexible Ansatz erlaubt es dir, die Kohlenhydratzufuhr je nach Trainingsphase zu justieren. An Rest Days kannst du sie leicht reduzieren und die Fette minimal erhöhen, während du an Tagen mit schweren oder langen Workouts die Kohlenhydratzufuhr maximierst.

 

Vom Rechner in die Box: Die praktische Umsetzung

Die Zahlen sind dein Bauplan, doch die Umsetzung entscheidet über den Erfolg. Es geht nicht darum, zwanghaft jedes Gramm abzuwiegen, sondern darum, ein Gefühl für die richtigen Nährstoffquellen zur richtigen Zeit zu entwickeln. Konzentriere dich auf hochwertige, unverarbeitete Lebensmittel – sie liefern nicht nur Makros, sondern auch wichtige Mikronährstoffe.

 

Das richtige Timing deiner Makros

Wann du isst, ist fast so wichtig wie was du isst. Gerade rund um deine Workouts kannst du mit strategischem Timing deine Leistung und Regeneration direkt beeinflussen.

  • Vor dem WOD: Dein Körper braucht schnell verfügbare Energie. Eine Kombination aus leicht verdaulichen Kohlenhydraten und einer kleinen Menge Protein, ca. 60-90 Minuten vor dem Training, ist ideal. Das füllt deine Glykogenspeicher und schützt die Muskulatur. Details zum perfekten Essen vor dem WOD findest du in unserem Guide.
  • Nach dem WOD: Jetzt ist das anabole Fenster geöffnet. Dein Körper ist extrem aufnahmefähig für Nährstoffe. Ein Post-Workout-Shake oder eine Mahlzeit mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten und hochwertigem Protein (ca. 0,4 g/kg) beschleunigt die Muskelreparatur und das Wiederauffüllen der Energiespeicher massiv. Alles Wichtige zum Essen nach dem WOD haben wir für dich zusammengefasst.

 

Fazit: Dein Weg zum Makro-Meister

Die Steuerung deiner Makronährstoffe ist kein Dogma, sondern das vielleicht mächtigste Werkzeug in deinem Arsenal als CrossTraining-Athlet. Sie ist die Brücke zwischen hartem Training und sichtbaren Ergebnissen. Beginne mit der Berechnung deiner Startwerte, höre auf deinen Körper und justiere die Verteilung basierend auf deiner Performance, deinem Gefühl und deinen Fortschritten. Konsistenz schlägt Perfektion. Behandle deine Ernährung mit derselben Ernsthaftigkeit wie dein Training, und du wirst Plateaus durchbrechen, die du für unüberwindbar hieltest. Dies ist ein zentraler Baustein einer ganzheitlichen CrossTraining Ernährung.

 

Häufig gestellte Fragen

Muss ich meine Makros jeden Tag exakt treffen?

Nein, Perfektion ist nicht das Ziel. Wichtiger ist der Wochendurchschnitt. Konzentriere dich darauf, deine Ziele an den meisten Tagen gut zu treffen, anstatt dich wegen kleiner Abweichungen zu stressen.

Wie passe ich meine Makros an trainingsfreien Tagen an?

An Rest Days benötigt dein Körper weniger schnelle Energie. Reduziere deine Kohlenhydratzufuhr um etwa 20-30 %, aber halte deine Proteinzufuhr konstant hoch, um die Regeneration und den Muskelaufbau zu unterstützen.

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Octofit - Autor Profilbild B.Sc. Peter Schäfer

Über den Autor

Peter studierte an der TU Dortmund und eröffnete 2015 sein erstes Studio für Personal Training und funktionale Kurse. Er ist Autor mehrerer Bücher und wurde in internationalen Zeitungen und Magazinen zitiert. Seine Fachgebiete sind Crosstraining und gesundheitsorientiertes Krafttraining.