Ich habe es in meiner Zeit als Coach unzählige Male erlebt: Mitten im WOD reißt die Haut an deiner Hand. Der Schmerz beendet dein Workout sofort und macht das Training der nächsten Tage unmöglich. Offene Hände sind ein klassisches Problem im Crosstraining, das sich mit dem richtigen Equipment jedoch leicht vermeiden lässt.
Der richtige Schutz ist entscheidend. Ob klassische Crosstraining Handschuhe, minimalistische Grips (auch Hand Grips genannt) oder spezielle Pads – jedes Produkt hat seine Berechtigung. Dieser Guide analysiert die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen, erklärt die Unterschiede bei Material und Passform und hilft dir, den idealen Schutz für deine Ziele zu finden. Schluss mit offenen Händen, Zeit für eine neue persönliche Bestleistung.
* Die Lösung: Spezieller Handschutz (protection) wie Crosstraining Handschuhe oder Gymnastic Grips schützt die Haut und verbessert den Grip.
* Die Auswahl: Die Wahl zwischen Handschuhen, Grips und Pads hängt von deinen bevorzugten Übungen und persönlichen Präferenzen ab.
* Das Material: Leder und Carbonfaser sind die gängigsten Materialien für High-Performance-Grips mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.
* Das Ziel: Kontinuierliches Training ohne schmerzbedingte Pausen und eine verbesserte Leistung bei Grip-intensiven Übungen.
Warum ist der richtige Handschutz im Crosstraining so entscheidend?
Im Crosstraining sind deine Hände durch den schnellen Wechsel zwischen Übungen an der Langhantel, Kettlebell oder Klimmzugstange extremen Belastungen ausgesetzt. Die ständige Reibung führt zur Bildung von Hornhaut – ein natürlicher Schutzmechanismus. Das eigentliche Problem entsteht, wenn die Belastung zu hoch wird und diese Hornhautschicht einreißt.
Solche Risse sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch ein Einfallstor für Bakterien und können dich tagelang vom Training abhalten. Eine gute Handpflege ist laut Experten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), wie auf gesundheitsinformation.de nachzulesen, entscheidend, um dies zu verhindern.
Ein verlorener Griff bei einem schweren Deadlift oder einer langen Serie Toes-to-Bar ist extrem frustrierend. Ein guter Handschutz ist daher mehr als nur Komfort und ein wichtiger Baustein, um offene Hände zu vermeiden: Er ist eine Investition in deine Sicherheit und Performance im Fitness Training. Er gibt dir den nötigen Halt und das Selbstvertrauen, um auch bei der letzten Wiederholung noch stark zuzupacken, die Übung sauber zu beenden und deine Leistungsgrenzen zu verschieben.
Handschuhe, Grips oder Pads – Was ist das Richtige für dich?
Die Auswahl an Handschutz lässt sich in drei Hauptkategorien einteilen: klassische Fitnesshandschuhe, Gymnastic Grips und einfache Griffpads. Eine weitere beliebte Alternative, insbesondere für gezielten Schutz, ist Tape für die Hände. Jede Variante hat spezifische Stärken und ist für unterschiedliche Anwendungsbereiche optimiert.
Klassische Trainingshandschuhe (Workout Gloves)
Diese ähneln oft Rad- oder Kletterhandschuhen und sind meist als fingerlose Modelle verfügbar. Sie bieten eine Polsterung der gesamten Handfläche und bestehen häufig aus atmungsaktiven Materialien.
- Vorteile: Guter Allround-Schutz, Schutz vor Schmutz und Bakterien, oft gute Polsterung.
- Nachteile: Können das Gefühl für die Stange reduzieren, können bei Schweißbildung oder schwitzige Hände rutschig werden.
- Ideal für: Allgemeines Krafttraining, Übungen mit Kurzhanteln, Seilklettern.
Gymnastic Grips (z. B. RX Grips)
Diese Handgrips sind die erste Wahl für viele ambitionierte Crosstraining-Athleten und auch im Calisthenics sehr beliebt. Oft von Sportlern für Sportler entwickelt, gelten sie als Kernstück der Ausrüstung für alle Gymnastics-Elemente.
- Vorteile: Maximaler Schutz der Handinnenfläche, exzellenter Grip an der Stange, direktes Gefühl bleibt erhalten.
- Nachteile: Benötigen je nach Material eine Eingewöhnungszeit, schützen nicht die Fingergrundgelenke.
- Ideal für: Klimmzüge, Muscle-ups, Kettlebell Swings und alle Übungen mit hoher Wiederholungszahl an der Stange. Diese Hand Grips sind perfekt für intensive Gymnastik geeignet.

Griffpads & Zughilfen (Lifting Straps)
Diese minimalistischen Helfer sind rein auf die Verbesserung des Grips ausgelegt. Griffpads sind kleine Polster aus Neopren oder Gummi, die zwischen Hand und Gerät gelegt werden. Zughilfen (Lifting Straps) sind hingegen Bänder, die Handgelenk und Stange verbinden, um die Griffkraft bei sehr schwerem Gewichtheben (weight lifting) zu unterstützen und schwere Lasten sicher zu ziehen.
- Vorteile: Sehr spezifisch, ermöglichen das Bewegen höherer Gewichte (Zughilfen), schnell einsetzbar (Pads).
- Nachteile: Nicht für dynamische WODs geeignet, da der Wechsel zwischen den Übungen zu lange dauert.
- Ideal für: Maximalkraftversuche beim Deadlift, schweres Rudern, Shrugs und für jeden Gewichtheber, der seine Griffkraft unterstützen will.
Worauf du beim Kauf achten solltest: Material und Features
Hast du dich für eine Art von Handschutz entschieden, geht es an die Details. Das richtige Produkt zu finden, ist ein wichtiger Teil deiner gesamten Crosstraining Ausrüstung. Das Material, die Passform und zusätzliche Features wie eine Handgelenkstütze sind entscheidend für Komfort und Schutzwirkung.
Das Material: Leder vs. Carbonfaser
Bei Gymnastic Grips dominieren zwei Materialien: Leder (leather) ist der robuste Klassiker, der sich mit der Zeit perfekt an deine Hand anpasst und extrem langlebig ist. Im Gegensatz dazu bieten Carbonfaser-Grips vom ersten Tag an einen unschlagbaren, fast klebrigen und damit absolut rutschfesten Grip, besonders an pulverbeschichteten Stangen. Sie sind meist dünner und bieten eine super Griffigkeit, sind aber auch teurer. Die Wahl des Materials hängt letztlich von deinen persönlichen Vorlieben und den Gegebenheiten in deiner Box ab.

Die Passform: Bloß nicht zu groß!
Die richtige Grösse ist ein Detail, das aus meiner Erfahrung als Coach oft sträflich vernachlässigt wird. Zu große Grips, etwa in Größe XL, wenn du nur L brauchst, werfen Falten und führen genau zu dem, was du verhindern willst: schmerzhaften Rissen. Das ist kein Kavaliersdelikt, das ist ein Garant für eine Trainingspause. Messe deine Hand deshalb exakt nach den Angaben der jeweiligen Marken – meist von der Handgelenksfalte bis zur Basis des Mittelfingers. Im Zweifel gilt, gerade bei Leder: Lieber eine Nummer kleiner wählen, da sich das Material noch an deine Hand anpasst und etwas dehnt.

Feature: Handgelenkstütze (Wrist Wraps)
Einige Modelle haben integrierte Handgelenkbandagen. Diese Handgelenkstütze (Wrist Wrap), oft mit einem starken Klettverschluss versehen, bietet zusätzlichen Support und Stabilität bei schweren Überkopfbewegungen wie Snatches oder bei Handstand-Übungen. Neigst du hier zu Instabilität, ist dieses Feature sehr wertvoll. Für mehr Stabilität beim Heben sind auch spezielle Gewichtheberschuhe eine Überlegung wert.
Fazit: Deine Hände sind dein wichtigstes Werkzeug
Deine Hände sind bei fast jeder Übung im Crosstraining dein wichtigstes Werkzeug. Sie zu schützen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine kluge Strategie für langfristiges und verletzungsfreies Training. Das richtige Produkt sichert deinen Grip, vermeidet Schmerzen und lässt dich voll auf deine Leistung und dein Workout konzentrieren, um neue Bestleistungen zu erreichen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist besser für Crosstraining: Handschuhe oder Grips?
Für Übungen mit hohen Wiederholungszahlen an der Stange (z.B. Klimmzug) sind Gymnastic Grips (auch Hand Grips genannt) ideal, da sie maximalen Schutz vor Rissen bieten. Klassische Handschuhe sind gute Allrounder, besonders für das Training mit Kurzhanteln, Kettlebells oder am Seil.
Wie pflege ich meine Crosstraining Grips richtig?
Lasse die Grips nach jedem Training an der Luft trocknen und packe sie nie nass ein. Leder-Grips werden nicht gewaschen, sondern nur trocken abgebürstet. Synthetik- oder Carbon-Grips können meist vorsichtig per Hand mit milder Seife gereinigt werden. Beachte immer die Herstellerangaben.
Brauche ich eine integrierte Handgelenkstütze?
Eine integrierte Handgelenkstütze ist sinnvoll, wenn du bei schweren Überkopflifts (z.B. Overhead Squats) oder bei Drückübungen wie Handstand Push-ups zusätzlichen Support benötigst. Für reine Turn- und Gymnastik-Übungen an der Stange ist sie meist nicht nötig.
Helfen Handschuhe wirklich gegen Hornhaut?
Ja, Crosstraining Handschuhe reduzieren die Reibung und somit die Bildung von übermäßiger, rissiger Hornhaut. Eine dünne, gepflegte Hornhautschicht ist jedoch ein normaler Schutz der Hand. Das Ziel ist nicht, Hornhaut komplett zu vermeiden, sondern schmerzhafte Risse (offene Hände) zu verhindern.
Wie finde ich die richtige Größe (Grösse) für meine Crosstraining Handschuhe?
Messe deine Hand exakt nach der Größentabelle des Herstellers. Meist wird die Länge von der Handgelenksfalte bis zur Basis des Mittelfingers gemessen. Ein zu großer Handschutz wirft Falten und verursacht Blasen. Im Zweifel, besonders bei Leder, wähle eher die kleinere Größe.

